Ein Tutorial gibt es nicht, denn auch eine Ermittlerin bekommt keins. Diese Seite erklärt dir, was in der Akte steckt, wie erfahrene Spieler sie lesen und wie ein Raum mit acht Personen funktioniert.
Eine Fallakte ist ein Ordner mit 20 bis 30 Dokumenten, sortiert wie eine echte: Polizeiberichte (Einsatzbericht, Tatortbericht mit Skizze, Asservatenliste, die Zusammenfassung des ursprünglichen Ermittlers und der Wiederaufnahmevermerk der Cold-Case-Einheit), Forensik (Obduktion, Laborberichte), Zeugenaussagen (die Verdächtigen und ihr Umfeld, in ihren eigenen Worten), Fotos (Tatortaufnahmen und eine Übersicht der relevanten Personen), Unterlagen (Auskünfte der Telefongesellschaft, Protokolle, Quittungen, Streifenberichte, Alibi-Überprüfungen), Persönliche Dokumente (Briefe, Notizen, Verträge) und Presse (eine Reportage, Jahrzehnte später geschrieben).
Nichts im Ordner ist als wichtig markiert. Es gibt keine Ermittlernotizen, keine hervorgehobenen Stellen, keine Links von einer Seite zur nächsten. Dokumente, die zählen, sehen genauso aus wie Dokumente, die nicht zählen. Das ist Absicht, und genau deshalb ist das Spiel schwer.
Aussagen sind, was Menschen sagen. Unterlagen sind, was passiert ist. Jede verdächtige Person schildert ihre Version der Nacht. Irgendwo im Ordner Unterlagen liegt ein Dokument, geschrieben von jemand Fremdem ohne jeden Grund zu lügen, das diese Version stützt oder zum Einsturz bringt. Deine Aufgabe: jede Aussage gegen jede Unterlage prüfen.
Grundsatz der Cold-Case-Einheit: Eine Schlussfolgerung muss auf mindestens zwei unabhängigen Dokumenten beruhen. Eine Aussage ist keine Unterlage. Ein Alibi, das niemand überprüft hat, ist kein Alibi.
Jeder Fall auf dieser Seite ist so geschrieben, dass der Täter von mindestens zwei unabhängigen Dokumenten widerlegt wird und jede unschuldige Person durch ein konkretes Dokument entlastet wird – nicht bloß dadurch, dass nichts gegen sie spricht. Wenn deine Theorie auf einem einzigen Dokument beruht, nur auf einem Motiv oder auf der Person, die „irgendwie komisch“ wirkt, liegst du falsch. Wenn zwei Unterlagen übereinstimmen und beide einer Aussage widersprechen, hast du es gefunden.
Tippe auf Anklagen und wähle einen Namen. Du hast einen Versuch, und der Button fragt noch einmal nach. Ob richtig oder falsch: Der Fall wird geschlossen, und ein Ordner Lösung erscheint, mit Täter, Tatwaffe, Motiv und Tatablauf, und mit jedem Dokument, das den jeweiligen Punkt beweist. Lies ihn neben deinen Notizen. Die meisten, die falsch lagen, stellen fest, dass sie das entscheidende Dokument längst geöffnet hatten.
Tippe bei einem beliebigen Fall auf Spielen und wähle Raum erstellen. Du gibst einen Vornamen ein und bekommst einen sechsstelligen Code und einen Einladungslink. Deine Freunde öffnen denselben Fall auf ihren eigenen Handys, wählen Beitreten und geben den Code ein. Bis zu acht Personen passen in einen Raum, du als Gastgeber eingeschlossen, und Gäste spielen die Fälle des Gastgebers kostenlos.
Ordner öffnen sich als Liste; jedes Dokument öffnet sich im Vollbild mit Zoom und Vor-/Zurück-Buttons. Tabellen scrollen seitwärts. Dein Stand wird auf dem Gerät gespeichert, so kannst du die Obduktion im Bus lesen und die Telefonlisten zu Hause.